Die Praxis machts

Nachdem man ungefähr eine Vorstellung davon hat, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen, sollte jeder auch testen, ob dies in der Praxis Bestätigung findet. Aus diesem Grund absolvierten unsere Schüler der 7. Klasse die Werkstattwochen im Ausbildungszentrum des Bildungs- und Sozialwerks Muldental e.V. vom 25.11. – 5.12.2019. In der ersten Woche starteten sie täglich in die Außenstelle Grimma, in welcher die Ausbilder ihnen die Berufsfelder Bau, Hauswirtschaft, Büro, Lager und Handel sowie Frisör nahebrachten. Voraussetzungen, Anforderungen sowie Ausbildungsinhalte der verschiedenen Bereiche wurden in kurzen Filmen vermittelt, bevor der entscheidende Teil folgte.

Auf gings – endlich Praxis. Die Frisörgruppe arbeitete an Modellköpfen im Salon „Haarschnitt“ und selbst die Jungen meisterten das Arbeiten mit dem Glätteisen und drehten Locken. Beim Zusammenbau und Schleifen eines Würfels mit Trockenbaumaterial und dem Errichten von Mauerwerkswänden im Läuferverband waren Genauigkeit und Geduld gefragt. Um Exaktheit ging es auch beim Nähen. Es entstanden schöne Handyhüllen oder Kissen und in der Küche wurden leckere Vanillekipfel sowie Schmerplätzchen gebacken. Farbgestaltung und kreative Ideen waren beim Bau eines Stiftehalters erwünscht und nichts ging ohne Konzentration und genaues Arbeiten. Von Büro/Lager waren einige Schüler nicht so begeistert, denn hier waren es Sekretariatsaufgaben, Lieferscheinkontrolle und Arbeit an der Kasse, d.h. keine so praktischen Tätigkeiten. Schön fanden es aber alle, dass sie etwas in den Händen hielten am Ende der Woche – eine eigene hergestellte Sache.

Die zweite Woche in Tanndorf führte unsere Siebtklässler in die Bereiche Metall und Holz, sie kochten ein Nudelgericht und bereiteten ein schmackhaftes Dessert und werkelten in der Gärtnerei bei der Herstellung eines Gestecks.

Am Ende der Werkstattzeit waren sich alle einig: „Es hat uns gefallen.“

Und jeder hat schon den ersten Eindruck davon, was er später einmal werden könnte oder was er besser bleiben lässt.

Ein Dankeschön an dieser Stelle allen Ausbildern und der Leiterin Frau Michael.

P. Langhammer